Rotavirus – weltweit häufigster Verursacher von Magen-Darm-Krankheiten

Die Rotaviren sind hochgradig ansteckend und weltweit die häufigsten Verursacher für Magen-Darm-Krankheiten. Es gibt verschiedene Arten der Rotaviren, wobei fünf Typen die Verursacher für etwa neunzig Prozent der Erkrankungen innerhalb Europas sind. Kinder und Säuglinge sind am häufigsten von Rotaviren betroffen. Der Schweregrad dieser Krankheit ist sehr unterschiedlich. Bei Säuglingen bis zwölf Monate konnten die schwersten Folgen beobachtet werden.

Ansteckung beim Rotavirus

Die Viren werden mit dem Stuhl in einer hohen Konzentration ausgeschieden. Die Kinder stecken sich dann durch infizierte Gegenstände oder Hände an. Rotaviren werden jedoch ebenso über infizierte Lebensmittel und infiziertes Wasser übertragen. Deshalb ist dieser Virus der Hauptgrund für Darminfektionen von Kleinkindern und Neugeborenen in Krankenhäusern.

Rotavirus Symptome

Die Rotaviren machen sich durch Erbrechen, Durchfall, Bauchkrämpfe und Fieber bemerkbar. Der Durchfäll hält sich meistens im Gegensatz zu anderen Darmerkrankungen zwei Tage länger. Diese Symptome halten vier bis acht Tage an.

Bei dieser Erkrankung ist die Austrockung eine Gefahr. Anzeichen für eine sogenannte Dehydration sind:

  • Lethargie
  • Reizbarkeit
  • Durstgefühl
  • trockene Zunge
  • trockener Mund
  • Augen sind eingesunken
  • bei Säuglingen: wenig Urin in der Windel

Behandlung bei einer Rotavireninfektion

Es gibt keine spezifische Behandlungsoption bei Krankheiten, die durch Rotaviren ausgelöst wurden. Die Flüssigkeitszufuhr steht im Mittelpunkt der Behandlung. Meistens kann der Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes zuhause durchgeführt werden. Der kranke Mensch muss viel trinken. Bei Kindern kann sich dies jedoch als schwierig gestalten, da jede Flüssigkeitszufuhr wieder erbrochen oder ausgeschieden wird. In dem Fall muss der Ausgleich im Krankenhaus mittels Infusionen durchgeführt werden.

Impfung gegen Rotaviren

Da Säuglinge und Kinder sehr häufig von der Erkrankung mit Rotaviren betroffen sind, ist es ratsam, sie gegen den Rotavirus impfen zu lassen. Diese Impfung erfolgt mittels Schluckimpfung und schützt Säuglinge und Kinder vor einer Ansteckung mit dem Rotavirus.